Prof. Dr. Katharina Meinecke und Dr. Sascha D. Schmitz: Motion Capture als Werkzeug für die digitale Rekonstruktion antiker Statuen?
Vortrag „Motion Capture als Werkzeug für die digitale Rekonstruktion antiker Statuen? Ein Werkstattbericht“ von Prof. Dr. Katharina Meinecke und Dr. Sascha D. Schmitz am 25.11.2025 um 14:00 Uhr CET
Seit einigen Jahren werden Rekonstruktionsvorschläge für antike Skulpturen zunehmend mithilfe digitaler Methoden visualisiert. Ein Vorteil digitaler Modelle – im Gegensatz zu Zeichnungen oder Gipsabgüssen – besteht darin, dass verschiedene hypothetische Rekonstruktionen umgesetzt, getestet und im Falle neuer Erkenntnisse vergleichsweise leicht angepasst werden können. Je nach gewählter Technik ist dies unterschiedlich zeitaufwändig, zudem ist unsicher, ob die rekonstruierten Posen den natürlichen Körperbewegungen entsprechen.
In einer Übung an der Universität des Saarlandes im Wintersemester 2024/25 wollten wir daher das Potenzial von Motion Capture zur Statuenrekonstruktion erproben. Mit Motion Capture können Bewegungen, meist von Menschen, aufgezeichnet und in digitale Bilder übertragen werden, wie es insbesondere aus der Animations- und Filmindustrie bekannt ist. Gemeinsam mit den Studierenden wollten wir herausfinden, ob es möglich ist, antike Statuen nachzustellen, mögliche Ergänzungen auszuprobieren und diese direkt in lebensnahe digitale Modelle umzuwandeln. Im Vortrag möchten wir einen Einblick in den Kurs geben, unsere Ergebnisse vorstellen und die Vor- und Nachteile von Motion Capture als Werkzeug in der Skulpturenforschung diskutieren.
Vortragende: Prof. Dr. Katharina Meinecke und Dr. Sascha D. Schmitz (Universität des Saarlandes)
Anmeldung und Zugang über GPantelidis@klarch.tu-darmstadt.de